Der wichtigste Lebensraum der Spirulina ist natürlich das Wasser. Hier finden sich oft die besten Bedingungen, damit diese Cyanobakterien gut wachsen und sich vermehren können. Dank ihrer verschiedenen Eigenschaften sind die Bakterien sehr anpassungsfähig und haben alle Lebensräume zwischen der Antarktis und der Wüste erobern können. Am besten gedeihen die Spirulina in warmem und mineralstoffreichem Wasser. Aus diesem Grund waren sie auch in den tropischen und subtropischen Meeren vor drei Milliarden Jahren so erfolgreich.
Sehr gut gedeihen die Spirulina in salzigem und stark alkalischem Wasser. Diese Mischung findet man in verschiedenen Sodaseen, die hauptsächlich in Ostafrika und auch in Südamerika vorkommen. Diese Seen haben sich auch Flamingos als Lebensraum ausgewählt, weil diese Vögel schon vor Jahrtausenden die Spirulina als Nahrungsmittel erkannten. Auch die Menschen, die in der Nähe eines solchen Sees leben, nutzen die Spirulina als traditionelles Nahrungsmittel, welches sehr nahrhaft und äußerst gesund ist.
In den Meeren vor einigen Milliarden Jahren waren die Spirulina auch am Aufbau der Stromatholiten beteiligt und damit auch für die Produktion von Sauerstoff verantwortlich. Heute ist der Bedarf an Spirulina sehr hoch und diese Mengen müssen dann auch in größerem Maßstab gezüchtet werden. Hierzu wurden in den subtropischen Regionen verschiedene Wasserfarmen angelegt. Hier wurden große Becken angelegt, in denen die perfekten Bedingungen für die Spirulina geschaffen wurden. Hier finden sie das perfekte Milieu, um sich perfekt fortpflanzen zu können. Wenn dann die Ernte ansteht, wird das Wasser abgepumpt und dann wird die Masse zentrifugiert, um das Wasser von den Spirulina zu trennen. Anschließend werden diese dann auch noch getrocknet. Im letzten Schritt wird die Spirulina dann verpackt und in den Handel gebracht.
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